Die Lithothek der Münchener Micromounter

Die Lithothek der Münch­en­er Micro­mounter ent­stand in etwa zur gle­ichen Zeit wie der Min­er­alien­at­las um das Jahr 2001. Grundgedanke war die Frage, was denn aus den Samm­lun­gen der immer älter wer­den­den Mit­glieder wer­den solle, wenn diese ein­mal nicht mehr sind. Der Gedanke, eine Samm­lung könne ein­er Gruppe gehören und nicht einem Einzel­nen, war vie­len befremdlich. Nach dem Mot­to, „jed­er darf, nie­mand muss mit­machen“ kon­nten aber genü­gend Grup­pen­mit­glieder der Arbeits­gruppe Micro­mounter des Münch­en­er Min­er­alien­fre­unde e.V. von der Idee überzeugt wer­den, dass die Für­sorge ein­er Gruppe mehr Sicher­heit bedeutet als das Schick­sal eines einzel­nen Sammlers.

Im Jahr 2001 wurde damit begonnen, die Samm­lun­gen der Mit­glieder Dorothea Kulicke, Erwin Schuh­bauer, Man­fred Seitz und Peter Köhlen mit ihren besten Stück­en in die Lithothek zu übernehmen. Dazu kamen viele Stufen von Klaus Fleck, der aus dem Min­er­alien­han­del aussteigen wollte und seinen gesamten Bestand an Han­del­sware den Münch­en­er Micro­moun­tern schenk­te. Der Gedanke ver­bre­it­ete sich schnell auch außer­halb der Arbeits­gruppe Micro­mounter und stieß auf ein pos­i­tives Echo. Das vielle­icht beste Beispiel hier­für ist der inzwis­chen ver­stor­bene Klaus-Dieter Bausch, der eigens nach München kam, um seine Samm­lung samt Pho­tos in die Lithothek einzubringen.

Die Lithothek ist ein Erfol­gsmod­ell, von der ersten Stunde an und bis heute. Nicht nur, dass die Samm­lung stetig wächst, quan­ti­ta­tiv und qual­i­ta­tiv. Im „Stufen­heim“, einem Apart­ment, das der Arbeits­gruppe kostengün­stig zur Ver­fü­gung ste­ht, tre­f­fen sich Mit­glieder der Arbeits­gruppe regelmäßig mehrmals in der Woche, um an der Samm­lung zu arbeit­en und soziale Kon­tak­te zu pfle­gen. Heute, im Jahr 2021, umfasst die Samm­lung mehr als 53.000 Stufen von über 7.000 Fund­stellen weltweit. Über 400 Part­ner haben zum Samm­lungs­be­stand beige­tra­gen, zumeist als Schenkung. Über 3.580 unter­schiedliche, von der IMA anerkan­nte Min­er­alarten sind vorhanden.

Lithothek im Mineralienatlas